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Abb.: Amichai Green

Humboldt-Universität zu Berlin - Crossing Borders – Border Crossings

Aktuelle Veranstaltungen und Hinweise

Sommersemester 2019


Transgressing Boundaries in North Macedonia

Historical narratives, identity constructs, and political interventions in times of change

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Foto: © Agata Rogoś

 

27th of June 2019 (Thursday), 10.00 AM-8.00 PM

Humboldt University of Berlin

Unter den Linden 6

Lichthof Ost (Room 1007), Main Building

In 2017, a bilateral agreement was signed with neighboring Bulgaria. In 2018, another agreement signed with Greece prompted the name change, once again raising concerns and even rage among Macedonian nationalists. Both agreements, the Agreement for Good Neighborly Relations with Bulgaria and the Treaty of Prespa with Greece stipulated the establishment of two separate bilateral commissions that would be charged with examining historical textbooks, establishing a mutual understanding of offensive and provoking content and suggesting more acceptable interpretations of the past in order to ensure relaxed and amiable neighborly relations in the future.

 

What would be the academic assessment of these divisive processes in the Republic of North Macedonia: these are the questions, we will discuss. And what are the reactions of neighboring Greece and Bulgaria to these new developments? Is there a potential to overcome the ethnonational founded narratives of closed communities that prevail in the media-mediated public sphere? What are the possibilities of engaging in a debate about common yet conflicting pasts that transcend the boundaries of ethnic communities?

 

PROGRAM

 

10:00-10:15

Welcoming words

Christian Voss (Humboldt University of Berlin)

 

10:15-12:15

Transgressing boundaries of narratives between Macedonia and Bulgaria

 

Miladina Monova (Bulgarian Academy of Science)

Čavdar Marinov (Paisii Hilendarski University of Plovdiv)

Ljupčo Risteski (Ss. Cyril & Methodius University in Skopje)

Petar Todorov (Institute of National History, Skopje)

 

12:30-14:30 Lunch break

 

14:30-16:30

Transgressing boundaries of narratives between Macedonia and-Greece

 

Tasos Kostopoulos (University of Ioannina)

Athena Skoulariki (University of Crete)

Irena Stefoska (Institute of National History, Skopje)

Ana Čupeska (Sts Cyril and Methodius University, Skopje)

 

18:00-20:00

Podium discussion: Communication Unbound?

Perspectives for Northern Macedonia and its neighbors

 

Key note: Florian Bieber (Universität Graz)

Ambiguous Agreements: Addressing Nationalism through International Diplomacy

 

Goran Janev (Sts Cyril and Methodius University, Skopje/ HU Berlin)

Agata Rogoś (Humboldt University of Berlin)

Ioannis Zelepos (LMU München)

 

In cooperation with Logo Südost Gesellschaft

 

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Vorlesung Karten, Körper, Kollektive –Europas Grenzdiskurse seit der Antike

2 SWS, Claudia Bruns

Mi. 14‐16 Uhr, Raum 3075 (UL 6)
Institut für Kulturwissenschaft


In den letzten Jahrzehnten ist die Beschäftigung mit Grenzen international zu einem zentralen Thema avanciert. Beflügelt wurde das große wissenschaftliche Interesse durch Prozesse der Globalisierung, die zwar manche Grenzen durchlässiger werden ließen, jedoch auch zu neuen Verhärtungen von Grenzen beitrugen, etwa an den Außengrenzen Europas oder zwischen den USA und Mexiko. Während sich die Border Studies zunächst auf die Erforschung von zwischenstaatlichen Grenzen konzentrierten, sind nunmehr auch symbolische Grenzen in den Blick gerückt: Grenzen werden nicht mehr nur als Staatsgrenzen, sondern auch als Formen diskursiver Praxis und visueller Bedeutungsproduktion verstanden, die Erfahrung generieren und formieren. Neben postkolonialen, differenztheoretischen und repräsentationskritischen Fragestellungen zum Thema binärer Grenzformationen möchte diese Vorlesung vor allem dem historischen Zusammenspiel zwischen territorialen und anderen symbolischen – vergeschlechtlichten und rassisierten – Grenzfigurationen in der Geschichte Europas von der Antike bis in die Gegenwart hinein nachgehen.

Programm und weitere Infos

 

MA-Seminar Prekäre Körper des Kollektivs: Europa an seinen Grenzen? - Die Menschenrechte in der postkolonialen Diskussion

Claudia Bruns

Mi. 16-18 Uhr (Begleitseminar zur Vorlesung), Georgenstraße 47, R 0.10

 

Die Frage, wer als „Mensch“ gelten darf, ist seit der Antike kontrovers diskutiert und mit sozialen Praktiken des Ein- und Ausschlusses verbunden worden. Anlässlich der 70jährigen Feier der Menschenrechte im Jahr 2018 rückt das Seminar das ambivalente Verhältnis Europas zum Menschenrechtsdiskurs in den Fokus, um nach den Grenzen ihrer Reichweite u. Gültigkeit zu fragen: Einerseits versteht sich Europa seit der Aufklärung als Repräsentant universell geltender Menschenrechte, die als „europäisches Erbe“ herausgestellt werden. Andererseits war die europäische Aufklärung Ausgangspunkt für eine Reihe von modernen Ungleichheitsdiskursen.

Aus einer Perspektive der Kritik wird der „westlichen Moral“ ihre universelle Gültigkeit abgesprochen und die liberale Konzeption der Menschenrechte infrage gestellt. Vor dem Hintergrund dieser Debatten sollen die Aporien universeller Menschenrechte nicht nur kulturtheoretisch und historisch, sondern auch an gegenwärtigen Beispielen, wie dem Umgang der EU mit Geflüchteten an den Außengrenzen Europas, diskutiert werden. Damit ist unweigerlich die Problematik der globalen Ungleichverteilung von (Über)Lebenschancen berührt, die Europas Grenz- und Sicherheitsdiskurse auf ihr Verdrängtes zurück verweisen: auf die Verwobenheit zwischen Europa und „dem Rest der Welt“ sowie eine fundamentale (körperliche) Verwiesenheit aufeinander.

im VVZ

 

Wintersemester 2018/2019


Lecture and Workshop with Didier Fassin (Princeton/Paris)

Lecture: Forced Exile as a Form of Life

Opening with a tragic episode on the Mediterranean, the lecture will first address two questions in reference to Arendt’s reflection on human rights: first, the shift from humanitarian reason to securitarian order in the recent period; second, the response of civil society, including via civil disobedience  but also more mundane actions. Offering then a broader perspective on forced exile, it will analyze it as a form of life, combining a theoretical discussion of Wittgenstein, Canguilhem and Agamben, and an ethnographic research conducted in France and South Africa. From these various perspectives, the fate of these transnational nomads and the way they are treated shed a crude light on the contemporary world.

 

Donnerstag/Thursday, 10.1.2019, 18-20h

Hausvogteiplatz 5-7, 10117 Berlin, Room 0007

Institutskolloquium, Institut für Europäische Ethnologie, HU Berlin

 

Workshop: Borders of Humanitarianism

Workshop Freitag/Friday, 11.1.2019, 9:30-16:00

Institut für Europäische Ethnologie, HU Berlin

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Please consult the whole programme of the lecture series „Ethnographies of the Contemporary: Perspektiven und Positionen einer Anthropologie des Politischen“ by following this link: https://www.euroethno.hu-berlin.de/de/veranstaltungen/institutskolloquium/wintersemester-2018-19/institutskolloquium-wintersemester-2018-19

 

 

Vortrag Prof. Dr. Karin Stögner (Wien/Frankfurt)
Kritische Theorie, Feminismus und das Problem von Universalismus und Partikularismus

Montag, 3.12.2018 16:15  - 17:45 im Pergamonpalais Georgenstraße 47 Raum 4.30

 

 

Podiumsdiskussion: Grenzen in Europa. Wie umgehen mit neuen Herausforderungen?

Nenad Stefanov Diskussion Grenzen in Europa
Foto: © Stiftung Berliner Mauer/ Gesine Beutin

Foto: © Stiftung Berliner Mauer/ Gesine Beutin

Das Bedürfnis nach Abgrenzungen wächst in Europa. Vor diesem Hintergrund diskutiert das Podium die Grenzregime des Kontinents. Der Fall der Eisernen Vorhangs brachte nicht nur ein geeintes Europa hervor: Unweit davon, im zerfallenden Jugoslawien, entstanden gewaltsam voneinander abgegrenzte, ethnisch homogene Gemeinschaften. Das Podium reflektiert solche Ambivalenzen und den Zusammenhang zwischen Migration und Grenzen: Können abgedichtete Grenzen Migration regulieren, und ist die Forderung nach Abgrenzung eine Reaktion auf Zuwanderung? mehr...

Moderation: Harald Asel, Berlin, Inforadio (rbb)

Es diskutieren: Dr. Andrea Despot, Direktorin der Europäischen Akademie Berlin; Dr. Ulrike Jureit, Hamburger Institut für Sozialforschung; Gerald Knaus, Vorsitzender der Europäischen Stabilitätsinitiative; Prof. Dr. Regina Römhild, HU Berlin, Institut für Europäische Ethnologie

Das Podiumsgespräch wird aufgezeichnet und voraussichtlich am Sonntag, 06. 01.2019, um 11.05 Uhr, im Inforadio (rbb) ausgestrahlt. Weitere Infos: https://www.inforadio.de/

In Kooperation mit der Gedenkstätte Berliner Mauer.

Keine Anmeldung erforderlich

Ort: Gedenkstätte Berliner Mauer | Besucherzentrum, Bernauer Straße 119, 13355 Berlin

Donnerstag, 29.11.2018 - 19:00 Uhr

Eintritt frei

 

 

 

Podiumsdiskussion: Serbien als europäische Avantgarde? Was der Populismus der 1980er Jahre mit dem europäischen von heute zu tun hat

Donnerstag, 1. November, 18:00 - 20:00

 

Podium
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Mit:

  • Dubravka Stojanović, Historikerin, Universität Belgrad
  • Ivan Čolović, Ethnologe, Autor und Verleger
  • Thomas Bremer, Theologe, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Moderation: Nenad Stefanov, Interdisziplinäres Zentrum für Grenzforschung Crossing Borders Humboldt-Universität zu Berlin

Der Balkan firmiert für einen beträchtlichen Teil der Öffentlichkeit üblicherweise als Gebiet, in dem alte Geister ihr Unwesen treiben, gefangen in ewig gleichen, sich wiederholenden Kreisläufen ethnischen und religiösen Hasses. Da diese uralt seien und auf starken „Volksempfindungen“ beruhten, lasse sich von außen nichts bewirken. Doch spätestens mit dem Aufschwung völkischer und damit ethnonationaler Phantasien in Teilen der EU büßen die Entwicklungen auf dem Balkan einiges von ihrer vorgeblichen Exotik ein. Nicht zuletzt der Wahlsieger Trump wurde mit Slobodan Milošević und dessen Weg an die Macht verglichen.

Protagonisten ethnischer Homogenität, von denen man dachte, sie seien schon lange marginalisiert, erlangen in den Gesellschaften Europas, insbesondere in einigen der EU eine neue Sichtbarkeit. Das dem östlichen oder südöstlichen Europa zugewiesene Stigma von der Obsession zur ethnischer Eindeutigkeit etabliert sich in einigen der historisch dafür besonders anfälligen Gesellschaften des westlichen Europas als zunehmend dominant. Ein Blick zurück auf die Krise in Ex-Jugoslawien, die dem Krieg voranging, kann daher in zwei Richtungen hilfreich sein:

  • Erstens im Hinblick darauf, wegzukommen von essentialisierenden Zuschreibungen, die Nationalismus und Populismus auf dem Balkan archaisieren. Damit wird unterstellt, dass „es“ „dort“ immer schon so war und in letzter Konsequenz die Möglichkeit der Veränderung dieser Gesellschaften bestritten.  
  • Zweitens danach zu fragen, welche Momente aus der kritischen Auseinandersetzung mit dem Populismus in Ex-Jugoslawien heute für eine Analyse des Populismus in der EU genutzt werden können.

Sprache: Bosnisch/Kroatisch/Serbisch-Deutsch mit Simultanübersetzung

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eine Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung.
 
Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Georgenstraße 47, Raum 0.12, Erdgeschoss (Institut für Kunst und Bildgeschichte)

 

 

 

Vortrag und Workshop mit Elizabeth Cullen Dunn (Indiana University, Bloomington)
Vortrag
Dienstag, 23.10.2018, 14-16 Uhr
Hausvogteiplatz 5-7, Raum 0007
Institutskolloquium, Institut für Europäische Ethnologie, HU Berlin
 
Badiou out of Place: Multiplicities, Ontologies, and the Lived Experience of Forced Migration
 
 

How do we define political events and the subjects who carry them out? These are fundamental questions taken up by the philosopher Alain Badiou, who has developed a complex theory to explain both "the normal situation" and "the Event" which ruptures it to create a radically different world. Badiou's vision is of a heroic political subject and of an Event that constitutes revolution. But the recent movement of millions of refugees and the "crisis" of forced migration challenges Badiou's notion of both the Event and what it means to be a political subject. Using the lived experiences of forced migrants, I retheorize the Event as an explosion, trace the crisis of coherence and meaning it creates for displaced people, and argue for a rich conception of "the political" as the process of constituting a coherent and actionable world in the wake of cataclysm. In doing so, I seek to reframe who counts as a political actor and rethink what kind of action counts as politics.

 

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Interview: Nenad Stefanov in hr2 Kultur Sendung Der Tag "Vor dem Sofa liegt die Straße - Wofür wir demonstrieren" am 9.10.2018

Thema: Der europäische Populismus und neue Grenzziehungen

 

Die gesamte Sendung kann hier angehört werden.

 

 
Interdisziplinäres ForschungskolloquiumBorder Studies und kritische Migrationsforschung“, Schwerpunkt: Die Grenzen Europas - Vom Menschenrechtsdiskurs zu den Politiken des Humanitären

 

Koll. für MA/BA-Studierende u. Doktorand_innen:

R 4.30, Georgenstr. 47, 4. Stock, Institut für Kulturwissenschaft

Mo. 14-18 Uhr, 1. Termin 22.10., Achtung: 16-18 Uhr 

 

An der HU Berlin wurde 2016 das Zentrum für transnationale Grenzforschung „Border Crossings - Crossing Borders“ gegründet, das seither ein interdisziplinäres Forschungskolloquium veranstaltet. Dieses wird getragen vom Institut für Europäische Ethnologie (Labor Migration und Labor Kritische Europäisierungsforschung) sowie der Professur für Historische Anthropologie und Geschlechterforschung am Institut für Kulturwissenschaft und von Vertreter_innen der Geschichtswissenschaften. Es versteht sich als Werkstatt für die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen europäischer Grenz- und Migrationsforschung und wird von allen beteiligten Lehrenden gemeinschaftlich gestaltet.

 

In diesem Semester liegt der Schwerpunkt auf der gemeinsamen Auseinandersetzung mit grundlegenden Texten, die sich mit dem ambivalenten Verhältnis Europas zum Menschenrechtsdiskurs befassen. Einerseits versteht sich Europa spätestens seit der Aufklärung als Repräsentant universell geltender Menschenrechte, die zugleich als „europäisches Erbe“ herausgestellt werden. Andererseits führte dasselbe Europa massive Ungleichheiten und Rassismen, zuletzt an den heutigen Grenzen der EU ein. Dabei werden die aktuellen Verhandlungen von Europas Grenzöffnungen oder -schließungen ihrerseits als „humanitäre Frage“ diskutiert.

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