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Abb.: Amichai Green

Humboldt-Universität zu Berlin - Crossing Borders – Border Crossings

Aktuelle Veranstaltungen und Hinweise

Podiumsdiskussion: Serbien als europäische Avantgarde?
Was der Populismus der 1980er Jahre mit dem europäischen von heute zu tun hat

Donnerstag, 1. November, 18:00 - 20:00

 

Podium
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Mit:

  • Dubravka Stojanović, Historikerin, Universität Belgrad
  • Ivan Čolović, Ethnologe, Autor und Verleger
  • Thomas Bremer, Theologe, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Moderation: Nenad Stefanov, Interdisziplinäres Zentrum für Grenzforschung Crossing Borders Humboldt-Universität zu Berlin

Der Balkan firmiert für einen beträchtlichen Teil der Öffentlichkeit üblicherweise als Gebiet, in dem alte Geister ihr Unwesen treiben, gefangen in ewig gleichen, sich wiederholenden Kreisläufen ethnischen und religiösen Hasses. Da diese uralt seien und auf starken „Volksempfindungen“ beruhten, lasse sich von außen nichts bewirken. Doch spätestens mit dem Aufschwung völkischer und damit ethnonationaler Phantasien in Teilen der EU büßen die Entwicklungen auf dem Balkan einiges von ihrer vorgeblichen Exotik ein. Nicht zuletzt der Wahlsieger Trump wurde mit Slobodan Milošević und dessen Weg an die Macht verglichen.

Protagonisten ethnischer Homogenität, von denen man dachte, sie seien schon lange marginalisiert, erlangen in den Gesellschaften Europas, insbesondere in einigen der EU eine neue Sichtbarkeit. Das dem östlichen oder südöstlichen Europa zugewiesene Stigma von der Obsession zur ethnischer Eindeutigkeit etabliert sich in einigen der historisch dafür besonders anfälligen Gesellschaften des westlichen Europas als zunehmend dominant. Ein Blick zurück auf die Krise in Ex-Jugoslawien, die dem Krieg voranging, kann daher in zwei Richtungen hilfreich sein:

  • Erstens im Hinblick darauf, wegzukommen von essentialisierenden Zuschreibungen, die Nationalismus und Populismus auf dem Balkan archaisieren. Damit wird unterstellt, dass „es“ „dort“ immer schon so war und in letzter Konsequenz die Möglichkeit der Veränderung dieser Gesellschaften bestritten.  
  • Zweitens danach zu fragen, welche Momente aus der kritischen Auseinandersetzung mit dem Populismus in Ex-Jugoslawien heute für eine Analyse des Populismus in der EU genutzt werden können.

Sprache: Bosnisch/Kroatisch/Serbisch-Deutsch mit Simultanübersetzung

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eine Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung.
 
Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Georgenstraße 47, Raum 0.12, Erdgeschoss (Institut für Kunst und Bildgeschichte)

 

 

 

Vortrag und Workshop mit Elizabeth Cullen Dunn (Indiana University, Bloomington)

Vortrag
Dienstag, 23.10.2018, 14-16 Uhr
Hausvogteiplatz 5-7, Raum 0007
Institutskolloquium, Institut für Europäische Ethnologie, HU Berlin
 
Badiou out of Place: Multiplicities, Ontologies, and the Lived Experience of Forced Migration
 
 

How do we define political events and the subjects who carry them out? These are fundamental questions taken up by the philosopher Alain Badiou, who has developed a complex theory to explain both "the normal situation" and "the Event" which ruptures it to create a radically different world. Badiou's vision is of a heroic political subject and of an Event that constitutes revolution. But the recent movement of millions of refugees and the "crisis" of forced migration challenges Badiou's notion of both the Event and what it means to be a political subject. Using the lived experiences of forced migrants, I retheorize the Event as an explosion, trace the crisis of coherence and meaning it creates for displaced people, and argue for a rich conception of "the political" as the process of constituting a coherent and actionable world in the wake of cataclysm. In doing so, I seek to reframe who counts as a political actor and rethink what kind of action counts as politics.

 

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Interview: Nenad Stefanov in hr2 Kultur Sendung Der Tag "Vor dem Sofa liegt die Straße - Wofür wir demonstrieren" am 9.10.2018

Thema: Der europäische Populismus und neue Grenzziehungen

 

Die gesamte Sendung kann hier angehört werden.

 

 
Interdisziplinäres ForschungskolloquiumBorder Studies und kritische Migrationsforschung“, Schwerpunkt: Die Grenzen Europas - Vom Menschenrechtsdiskurs zu den Politiken des Humanitären

 

Koll. für MA/BA-Studierende u. Doktorand_innen:

 

R 4.30, Georgenstr. 47, 4. Stock, Institut für Kulturwissenschaft

 

Mo. 14-18 Uhr, 1. Termin 22.10., Achtung: 16-18 Uhr 

 

An der HU Berlin wurde 2016 das Zentrum für transnationale Grenzforschung „Border Crossings - Crossing Borders“ gegründet, das seither ein interdisziplinäres Forschungskolloquium veranstaltet. Dieses wird getragen vom Institut für Europäische Ethnologie (Labor Migration und Labor Kritische Europäisierungsforschung) sowie der Professur für Historische Anthropologie und Geschlechterforschung am Institut für Kulturwissenschaft und von Vertreter_innen der Geschichtswissenschaften. Es versteht sich als Werkstatt für die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen europäischer Grenz- und Migrationsforschung und wird von allen beteiligten Lehrenden gemeinschaftlich gestaltet.

 

In diesem Semester liegt der Schwerpunkt auf der gemeinsamen Auseinandersetzung mit grundlegenden Texten, die sich mit dem ambivalenten Verhältnis Europas zum Menschenrechtsdiskurs befassen. Einerseits versteht sich Europa spätestens seit der Aufklärung als Repräsentant universell geltender Menschenrechte, die zugleich als „europäisches Erbe“ herausgestellt werden. Andererseits führte dasselbe Europa massive Ungleichheiten und Rassismen, zuletzt an den heutigen Grenzen der EU ein. Dabei werden die aktuellen Verhandlungen von Europas Grenzöffnungen oder -schließungen ihrerseits als „humanitäre Frage“ diskutiert.

 

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Working Group: Yugoslavia: Imaginations and practices of b/ordering from the 19th century to the present. B/ordering societal space in a historical perspective.

The disintegration of Yugoslavia, accompanied by the emergence of new borders, is paradigmatically highlighting the relevance of borders in processes of societal change, crisis and conflict. This is even more the case, if we consider the violent practices that evolved out of populist discourse of ethnically homogenous bounded space in this process that happened at the beginning of the 1990ies.

In the present, the societal and geographical space of former Yugoslavia is characterized by a multitude of different delineations, which manifest in a concentrated way all crucial issues which are relevant today throughout Europe and beyond. The former joint political and societal space is now cut by borders between EU members (Slovenia and Croatia), by EU external borders with a particular border regime (as for example between Croatia on the one, and Bosnia and Serbia on the other hand), borders which were the effect of wars for ethnically homogenous territories (the so called Inter-Entity Boundary Lines in Bosnia and Hercegovina), or contested boundary lines concerning Kosovo.

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Vorlesung: Karten, Körper, Kollektive – Europas Grenzdiskurse seit der Antike (Claudia Bruns und Gäste)

Was lässt uns gegenwärtig die Außengrenzen Europas, trotz all der Toten, als legitim akzeptieren? – Sicher sind es nicht nur Mauern und Stacheldrähte, die Grenzen setzen. Physische Grenzsetzungen bedürfen vielmehr kultureller und symbolischer Formationen, um anerkannt zu werden. Ausgangspunkt des Nachdenkens über die historische Genese der gegenwärtigen Grenzen Europas ist daher gerade die Verbindung von territorialen mit anderen symbolischen Grenzziehungsprozessen.

Raumkonzepte seit der Antike werden im Rahmen der Vorlesung in ihrer Verwobenheit mit Körper-, Identitäts-, Geschlechter- und „Rassen“-Grenzen vorgestellt, die sich im Europamythos kristallisieren. Differenzkonstruktionen wur­den historisch unter­schied­lich visualisiert und in kartographische Ab­bildungen übersetzt, welche umge­kehrt die Wahr­neh­mungen Europas von sich selbst und seinen Grenzen mitbestimmten. Die Vorlesung schlägt einen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart und bezieht verschiedenste Quellen (Text, Bild, Film) ein. Außerdem integriert sie eine Reihe von Gastvorträgen.

SoSe 2018 – Mi, 14–16 Uhr, Institut für Kulturwissenschaft, Dorotheenstr. 26, Hörsaal 207

 

Kolloquium: „Border Studies“ und kritische Migrationsforschung

Bordering Europe: Grenzpolitiken, (post-) imperiale Gefüge und die Produktion von zeiträumlichen Un-/Ordnungen entlang der EU-Außengrenzen

Auch in diesem Semester findet wieder ein Forschungskolloquium für interessierte Masterstudierende, Promovierende und PostDocs der HU, insbesondere der Europäischen Ethnologie, Geschichtswissenschaften, Kulturwissenschaft und Gender Studies, unter Leitung von Jens Adam und Nenad Stefanov statt.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Workshop: Critical Theory Goes Global: Transfers, (Mis-)Understandings and Perceptions since 1960 – 12./13.4.2018

Der Workshop ist Teil einer Kooperation zwischen der Universidade de São Paulo und der Humboldt-Universität zu Berlin – Programm – weitere Informationen

Vortrag/Buchpräsentation: Stef Jansen (University of Manchester) – Yearnings in the Meantime. "Normal Lives" and the State in a Sarajevo Apartment Complex. – 22.2.2018

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Shortly after the book’s protagonists moved into their apartment complex in Sarajevo, they, like many others, were overcome by the 1992-1995 war and the disintegration of socialist Yugoslavia. More than a decade later, in post-war Bosnia and Herzegovina, they felt they were collectively stuck in a time warp where nothing seemed to be as it should be. Starting from everyday concerns, this book paints a compassionate yet critical portrait of people’s sense that they were in limbo, trapped in a seemingly endless “Meantime.” Ethnographically investigating yearnings for “normal lives” in the European semi-periphery, it proposes fresh analytical tools to explore how the time and place in which we are caught shape our hopes and fears.

Diese Veranstaltung ist Teil des Workshops „Zeitlichkeiten des Politischen / Temporalities of the Political“ der dgv-Kommission ‚Europäisierung_Globalisierung: Ethnographien des Politischen, der am 22. und 23. Februar 2018 am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin stattfindet. Mehr Informationen...

Donnerstag, 22.2.18, 18:30 Uhr – Institut für Europäische Ethnologie, Mohrenstraße 41, Raum 311

 
Vortrag: Jens Adam – Erratische Europäisierung. Imperiale Formationen, 'bordering effects' und die Alltäglichkeit des Politischen in der Westukraine – 29.1.2018

Montag, 29.1.18, 18 Uhr – Dorotheenstr. 26, Raum 2.08

 

Vortrag: Regina Römhild – Gastropolis. Die Gastro-Ökonomie als Grenz- und Möglichkeitsraum aus der Perspektive der Post-Migration – 17.1.2018

Wenn die Beiträge von Migranten und Migrantinnen zu den Food-Scapes der europäischen Einwanderungsgesellschaften in der Migrationsforschung thematisiert werden, dann oft als peripheres Geschehen am Rande einer ethnisch nicht markierten Gesellschaft und Ökonomie. Ausgehend von Ergebnissen des Studienprojekts „Gastropolis“ und aktuellen postmigrantischen Ansätzen wird der Vortrag den Zusammenhang von Migration und Gastro-Ökonomie neu beleuchten: Als ein Feld, in dem sich die konstitutive Präsenz der Migration und die Auseinandersetzungen um Grenzen der Gesellschaft untersuchen lassen. Eine Migrationsforschung, die mit Fragen von Ernährungspraktiken befasst ist, kann mit dieser Ausrichtung ihren eigenen Horizont in Richtung einer kritischen Gesellschaftsforschung erweitern. – Mittwoch, 17.1.18, 18 Uhr – Dorotheenstr. 26, Raum 2.08

 
Workshop: Siting nuclear installations at the border: transnational political implications and societal responses – 20.11.2017

When looking at a map of nuclear installations (both planned and actually realised), we can find a curious feature. A large number of nuclear reactors, waste dumps and reprocessing plants are situated near national borders. Mehr...

 
Vortrag: Allen Feldman – Xenophobic Technicities: A Media Archeology – 14.6.2017

The predominant moralizing and psychological reading of xenophobia in the humanities and social sciences associates its practice and discourse with irrational fears and cultural-regression antithetical to modernity and liberal democracy. Mehr...

 
Presse: "Grenzkontrollen sind vielen sehr recht" – 22.3.2017

Die taz brachte in der Ausgabe vom 22. März 2017 ein Interview mit dem Koordinator des IZ Crossing Borders – Border Crossings, Dr. Nenad Stefanov. >>> Artikel als pdf

 
Presse: "Mauern einreißen" – 9.2.2017

Der Tagesspiegel berichtete in der Ausgabe vom 9. Februar 2017 über die Gründung des Interdisziplinären Zentrums für Grenzforschung und die feierliche Eröffnung >>> zum Artikel

 
Feierliche Eröffnung – 24.1.2017

Lecture von Arjun Appadurai zur feierlichen Eröffnung am 24. Januar

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Arjun Appadurai (Goddard Professor of Media, Culture and Communication at New York University / Visiting Professor at the Institute for European Ethnology at HU Berlin):

 

"Major Fears, Minor Numbers: The Anxiety about Refugees in a Post-Democratic World"

 

Begrüßung

Christian Voß – Institut für Slawistik HU Berlin

Gabriele Metzler – Institut für Geschichtswissenschaften HU Berlin

 

Einführung und Moderation

Regina Römhild – Institut für Europäische Ethnologie HU Berlin

 

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